gimsech.de/mealpilot-app-fuer-meine-kueche
Web · 16. Juni 2026
Philipp Süß
BlogWeb
Web · Web · Projekt✷ AI-assisted

MealPilot: ich habe mir die App für meine Küche selbst gebaut

Vom Rezeptbuch zum Ernährungs-Cockpit: Wochenplanung, Kochmodus, Nährstoff-Tracking mit Apple-Health-Sync — selbst gebaut mit KI. Ein ausführlicher Werkstattbericht.

PPhilipp Süß·16. Juni 2026·3 Min Lesezeit
MealPilot: ich habe mir die App für meine Küche selbst gebaut

Was als kleine Rezept-App anfing, ist inzwischen mein persönliches Küchen- und Ernährungs-Cockpit. MealPilot plant meine Woche, führt mich durchs Kochen, schreibt die Einkaufsliste — und trackt mittlerweile auch, was wirklich auf dem Teller landet. Hier der ausführliche Werkstattbericht.

Evolution von MealPilot: Web → Mobil → Apple Health → KI

Von der Rezept-Liste zum Ernährungs-Cockpit

Angefangen hat MealPilot als simple, mobile-first Web-App: strukturierte Rezepte, Wochenplanung, Mealprep, Einkaufsliste. Spannend ist für mich die Evolution Schritt für Schritt:

  • Web-App → PWA — installierbar wie eine native App, Standalone-Modus.
  • PWA → iOS-App — über Capacitor läuft MealPilot jetzt auch als echte App auf dem iPhone.
  • iOS → Apple Health — Anbindung an HealthKit: Gewicht, Aktivität, Active Energy, Wasser und Mikronährstoffe wandern dorthin, wo schon der Rest meiner Gesundheitsdaten liegt.
  • Health → KI — eine MCP-Schnittstelle, über die ich alles im Dialog mit einer KI pflege.

Jede Stufe hat genau ein echtes Bedürfnis gelöst — kein Feature-Bingo, sondern das, was mir in der Küche wirklich gefehlt hat.

Kochen, mit ein paar netten Gimmicks

Der Kochmodus ist mein Lieblingsteil: Schritt-für-Schritt-Ansicht mit Timer, Wake Lock (das Display schläft beim Kochen nicht ein) und antippbaren Inline-Zutatenmengen zum Abhaken. Die Portionsanpassung skaliert die Mengen überall mit — in der Rezeptansicht, im Kochmodus und in der Druckansicht. Geräte­hinweise (z. B. Monsieur Cuisine) hängen direkt am Schritt.

Dazu die kleinen Dinge, die den Alltag glätten: eine Einkaufsliste, die Mengen über alle geplanten Rezepte aufsummiert; ein A5-Schwarz-Weiß-Druck mit farbigem Mahlzeiten-Icon für den Kühlschrank; Web Share zum Teilen; 48px-Touch-Targets und ein iOS-optimiertes UI ohne Double-Tap-Bug. Optisch eine ruhige Stone & Olive-Palette mit Pill-Bottom-Nav.

Nährstoffe im Blick

Nährstoff-Tracking: Ringe und Makro-Balken

Das ist der Teil, der MealPilot vom Rezeptbuch zum Cockpit macht: Ich tracke nicht nur, was ich koche, sondern auch, was es liefert.

  • Nährwert-Ziele — Makros und Mikronährstoffe, mit dynamischen Tageszielen (Active Energy aus Apple Health fließt mit ein).
  • Wasser und Fasten-Fenster.
  • Supplements und Protein(-pulver).
  • Pflanzenvielfalt — wie viele verschiedene Pflanzen pro Woche auf dem Teller landen.
  • Gewicht & Aktivität — kommen direkt aus Apple Health rein.

So sehe ich auf einen Blick, ob Plan und Realität zusammenpassen — ohne in fünf verschiedenen Apps nachzuschauen.

Der eigentliche Clou: die KI

Das Spannendste zum Schluss: Ich habe das alles nicht trotz, sondern wegen KI gebaut. Ohne sie wäre so ein Projekt neben dem Job nie so weit gekommen — von der iOS-Portierung über die HealthKit-Anbindung bis zum letzten Feinschliff.

Und es hört nicht beim Bauen auf: MealPilot hat — wie dieser Blog — eine MCP-Schnittstelle. Ich sage „plane mir die Woche proteinreich", „setz das auf die Einkaufsliste" oder „wie sieht meine Pflanzenvielfalt diese Woche aus?", und die KI erledigt die Fleißarbeit direkt in der App. Der Mensch entscheidet, die Maschine tippt.

Der ehrliche Nebeneffekt: Für genau diese Mischung — Rezepte, Mealprep, Nährstoff-Tracking, Health-Sync — zahlt man bei fertigen Apps schnell 5–10 € im Monat, App für App. Mit KI baue ich mir das stattdessen selbst: genau auf meinen Workflow zugeschnitten, mit meinen Daten auf meinem eigenen Server — und spare mir das Abo gleich mehrfach. Klar ist das Bastelei. Aber es ist meine Bastelei: kein Feature, das ich nicht will, kein Datenabfluss, keine monatliche Rechnung.

Die beste Ernährungs-App ist die, die genau zu deinem Leben passt — und die gibt es selten von der Stange.

MealPilot ist nie „fertig", sondern wächst mit dem, was ich wirklich brauche. Den aktuellen Stand findest du in meinem Now.

#web#projekt#pwa#mealprep
P
Philipp Süß

Marketing Manager bei GAMOMAT. Hält hier privat seine Gedanken, Projekte und Ideen fest.

© Philipp Süß · Impressum · Datenschutz · Release Notes
MealPilot: ich habe mir die App für meine Küche selbst gebaut · gimsech.de